Montag, 29. April 2013

3 hours of sleep are enough



those grey green eyes, shining through my night

kisses and laughter – these sweet, this bright

the future, a constantly shifting might

yet surviving the new days first light

Donnerstag, 25. April 2013

To my girls

You both have been with me for such a different time and yet the both of you had such a tremendous influence on my life... And though the two of you are as different as two people could possibly be without bringing race and gender to bear, I loved each of you fiercely, with all my heart. But my love died and so did yours and vice verse. Between the two of you I learned what it means to hope- and desperately long for someone and to be despised for not being able to return feelings anymore that once came all naturally.

And for both of you I am nothing now or close enough that it makes no matter, just as your presences slowly recedes from my consciousness... but still you remain with me as you made me what I am today, whether I like that or not. You gave me much and you have taken plenty, but fairness is never truly an option where feelings are hurt. In the end we all did what we did and will have to life with the consequences, for we are not as inseparable as we all once thought to be... Why all this comes to my mind? Because I wanted to thank you for showing me so different shades of love; for letting me know hope and for teaching me to endure as well as to be cautious. Thanks to you, I will once be a better man than the one you knew. I will be me, which would not have been possible without ever loving you. Even if you will forget me, I won't ever truly forget you and your lessons. There will always be a place for each of you in the heart that you have helped to shape.

Freitag, 12. April 2013

Nichts

Alles um mich wird still und mit den Lauten der schillernden Welt verschwinden die Illusionen. Die Zerrbilder des Seins zerspringen ob der plötzlichen Eindimensionalität des Selbstbetrugs. Wie im Schreck erstarre ich für den Moment der vollkommenen Konfrontation mit mir, beraubt der schirmenden Täuscher plötzlich fähig zu erkennen. Allein, ich bin noch nicht so weit, einfach nur zu wissen, einfach nur zu sein. Das Nicht, das ich finde scheint noch so erschreckend in seiner Endlosigkeit und Endgültigkeit. Es verunsichert mich noch das unbewusste Wissen, dass, so hell ich auch zu strahlen versuchen mag, so grell ich auch um mich werfen mag mit Ideen und sie kleidenden Worten in der Hoffnung, ausgerechnet mein Licht könne entkommen, doch letztlich alle Spuren dem Vergessen anheimfallen werden, eines Tages. Das flackernde Lichtlein verlischt und wenn auch noch kurz ein Nachbild im Auge des Betrachters scheint, ein Wimpernschlag der Geschichte und nichts wird mehr übrig sein. Ich kann nicht entkommen. Nicht mir selbst und auch nicht der Zeit. Ihre mit Staub und Vergessen umhüllten Zeiger drehen sich weiter, bis sie letztlich wieder auf die große dunkle Null weisen, die den Kreis beschließt, sodass am Ende wieder alle Zeichen auf Anfang stehen.


Donnerstag, 11. April 2013

Spiegelverkehrt

Selbstreflektion ist eine wichtige Fähigkeit, solange man sich nicht im Kabinett der Spiegel verliert, soll nicht die Selbsterkenntnis in eitler Nabelschau verkümmern.

Montag, 1. April 2013

Der Weg ist kein Ziel

„Darf es noch etwas sein?“ fragt die pummelige Dame hinter dem Tresen nicht unfreundlich und ich möchte antworten „Ja, ein wenig Sorglosigkeit und wenn sie noch was da haben, auch gerne etwas Vergessen, gegen den Schmerz, sie verstehen, der Weg ist noch lang.“ Stattdessen bestelle ich lächelnd eine heiße Schokolade, denn Zucker und Sonnenschein sind in dieser Hinsicht auch nicht übel, wenn auch Balsam ein etwas hochgestochener Ausdruck wäre für die zufällige Kombination von Saccharin und Dopamin. Aber immer noch besser als auf der Straße einfach die Augen zu schließen und das Lenkrad loszulassen, endgültig stehen zu bleiben.

Also fahre ich. Die Straße erstreckt sich von Horizont zu Horizont, ein endloses graues Band mit tausend mäandernden Verästelungen, auf dem jeder irgendwohin will, ein Ziel zu haben scheint - jeder außer mir. Ich fahre nur um dem Stillstand zu entkommen, kenne kein Wohin, nur das Woher, zu dem ich nicht mehr kann. Also weiter, weiter; immer voran, rastlos von einer Raststätte zur nächsten.

Die Sonne brennt eisig vom blauen Himmel herab auf den dunklen Belag der Straße. Sie spendet noch keine Wärme sondern blendet nur. Blinzelnd blicke ich nach draußen, wo Menschen und Stahl vor oder hinter mir auftauchen, vorüber huschen und dann verschwunden sind, als hätte es sie nie gegeben. Hin und wieder am Wegrand ein Schild: Mami und Papi sind tot, also runter vom Gas. Was kümmert Tote mein Fahrstil und was kümmern mich Tote, die ich nie gekannt habe? Ich habe genug eigene Leichen im Kofferraum, ich brauche kein fremdes Elend.

Irgendwo sagt irgendjemand, der Weg sei das Ziel, aber ich weiß, dass er lügt. Er will nur nicht, dass ich zu lange bleibe, aber das will ich auch nicht, denn ich weiß ja, dass er lügt und warum sollte ich bei einem Lügner bleiben wollen? Dann lieber die Straße, lieber wieder weiter, auch wenn im Radio scheinbar nur noch traurige Stimmen aus der Vergangenheit zu hören sind. Der melancholische Singsang hüllt mich ein und die Gedanken wandern zu Menschen, deren Schmerz immer noch mein eigener ist, auch wenn weder sie noch ich das so wollen und ich weder ihnen noch mir helfen kann. Fremdes Elend, dass sich unter meine Leichen gestohlen hat.

Also fahre ich, verbrenne totes organisches Material aus dem Jura um ein Stückchen weiter zu kommen, irgendwie; immer auf der Flucht vor der hinter mit liegenden Dämmerung. Nur weiter und wenn es auch erst einmal nur zum nächsten Tresen ist, zur nächsten Lüge. Was macht das schon, solange es freundliche Fragen und heiße Schokolade gibt?

Freitag, 29. März 2013

panta rhei II

Habe ich dich je gekannt? Kann man das denn überhaupt: einen Menschen wirklich kennen? Noch vor ein paar Wochen hätte ich nicht allzu lange gezögert, die Frage mit ja zu beantworten. Doch seitdem ist viel passiert und so wie ich Zeit hatte über mich nachzudenken und teilweise überrascht war, was ich alles dabei fand, so hatte ich auch Gelegenheit mir Gedanken über dich zu machen. Nicht nur darüber, was du getan und nicht getan hast, sondern vielmehr, warum du vielleicht bei manchen Dingen gar nicht anders handeln konntest – oder eben, warum du so entschieden hast, wie du es getan hast, wenn du eine Wahl hattest. Einige Dinge ließen sich dabei noch mit dem Fundus an Wissen erklären, den ich ansammeln konnte in den Tagen, als wir noch miteinander sprachen und es zumindest so schien, als verstünde der eine  den anderen. Aber eben nicht alles. Manches war mir völlig unbegreiflich und trug dazu bei, dass mir der Abschied so schwer fiel.

Inzwischen konnte ich mir auf das meiste einen Reim machen – egal ob nun im Guten oder Schlechten. Im Nachhinein verstehe ich dich, oder wenigstens die Motivation deines Tuns, besser. Doch das ist eben nur im Nachhinein und wer weiß, was inzwischen aus dir geworden ist? Wir wechseln zwar mittlerweile wieder ab und an das ein oder andere Wort, aber dabei werfen wir einander doch im Grunde lediglich Knochen hin; sorgsam ausgewählt, darauf bedacht, dass ja kein Fleisch an ihnen sei. Reden tun wir noch lange nicht wieder miteinander und wer weiß, ob wir das jemals wieder werden; ja überhaupt wollen werden und selbst wenn, ob wir es noch könnten.

Alles fließt. Du sprunghaft durch deine eigene Welt, von einem Katarakt zum nächsten und durch mich ein träger, verschlungener Strom von Gedanken, in dem ich mich manchmal zu verlieren drohe. Jeder Meter verändert uns und hin und wieder verändern wir auch einen kleinen Abschnitt des Weges. Doch solange wir dabei nicht im selben Boot sitzen, wie könnte ich da behaupten, dich zu kennen? Wir wurden lediglich zusammengetrieben und haben für eine Weile Geschichten ausgetauscht, aber nun lenken uns Strömungen jenseits unserer Kontrolle wieder auseinander. Was bleibt, sind die Geschichten. Allein, eine Erzählung muss uns noch lange nichts über den Erzähler verraten. Vielleicht war sie frei erfunden? Vielleicht sollte sie uns etwas Bestimmtes glauben machen? Möglich aber auch, dass der Erzähler selbst sie nicht verstanden hat und nur um der schönen Worte willen wieder gab.

Es bleibt also nichts. Nichts außer Erinnerungen und Fragen und niemand, dem man sie noch stellen könnte, denn derjenige, der sie hätte beantworten können, ist längst nicht mehr; ist ein anderer Mensch, mit anderen Erinnerungen und anderen Fragen, die vielleicht auch niemand mehr beantworten kann.


Mittwoch, 27. März 2013

Der Krug


Der Krug, den du zerbrochen hast - ich werde ihn wieder flicken. Es mag mir dabei vielleicht nicht gelingen, alle Risse zu kitten, aber ganz dicht war er ja noch nie.